Eine konkurrenzlos kurze Bearbeitungszeit mit hoher Wirtschaftlichkeit bietet ein altes Verfahren, das aufgrund seiner Effektivität eine neue Renaissance erlebt. Das Verfahren wird angewendet, wenn hohe Oberflächengüten gefordert sind oder die gewünschten Oberflächengüten durch Zerspanung nicht prozesssicher erreichbar werden.
Rollieren ist ein Oberflächenveredelungsverfahren, bei dem hochpolierte Stahlrollen unter Druck ein Werkstück mit niedriger Festigkeit bearbeiten. Übersteigt der durch die Rollen erzeugte Druck die Fließgrenze des Werkstück-Werkstoffes, wird durch die so entstandene Kaltverformung die Randschicht der Bearbeitungsfläche plastisch verändert. Die Verformung erzeugt eine spiegelglatte Oberfläche mit hohem Traganteil, durch den sich rollierte Oberflächen gegenüber spanabhebende Bearbeitungen auszeichnen. Rollierte Oberflächen sind glatter und widerstandsfähiger als spanabhebend gefertigte Oberflächen.